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Ich und so...

Nachdem ich den Fehler gemacht habe, einen meiner Texte in Facebook zu posten, meinten plötzlich wildfremde Leute zu mir 'schreib doch einen Blog'. Die kennen mich doch gar nicht. Woher wollen die überhaupt wissen, dass meine Texte alle so gut sind. Vielleicht war das nur ein Glücksgriff. Nun ja, ich bin nun mal sehr beeinflussbar, also tu ich jetzt das, was mir andere geraten haben und veröffentliche mein Gechmiere. Wer weiß, vielleicht gefällts dem ein oder anderen ja. Und jetzt zum Schluss noch einen klugen Satz: Glaubt an eure Träume... Und so. Peace.
14.5.14 22:07


Verliebt. Verlobt! Verzweifelt?

„Shpresa hat sich verlobt." sagt sie mit diesem mitleidsvollen Blick. „Schön. Ich freu' mich für sie." das ist gelogen. „Hoffentlich wird sie glücklich.“ das ist auch gelogen. Eigentlich wünsche ich ihr ein Biest als Schwiegermutter und einen Mann, der im Innern schwul ist. Schlimm genug, dass meine beste Freundin nach allem was passiert war immer noch mit diesem Flittchen redet. 'Aus Höflichkeit' hatte sie mir damals versucht zu erklären. 'Das gebietet die Etikette.' pfeiff' auf die Etikette, hätte ich am liebsten gebrüllt, aber ich war ja im Grunde genommen keinen Deut besser. Ich lächelte Menschen ins Gesicht, die ich am liebsten hübsch angekleidet und geschminkt in einem Sarg gesehen hätte. So wie zum Beispiel diese Hinterwäldlerin, die letztens bei uns auf der Couch saß und meiner Mutter allen ernstes weiß machen wollte, dass ein 23 jähriges Mädchen, das noch nicht unter der Haube ist, etwas zu verbergen hätte. Ja gute Frau, ich habe etwas zu verbergen. Meine Mordgedanken. Im Kopf hatte ich sie schon auf 75 verschiedene Arten in tausend Teile zerstückelt. Der Gedanke ihr einfach ins Gesicht zu springen und ihr die Augen auszukratzen war mein persönlicher Favorit. Aber ich blieb ganz die wohlerzogene Tochter, servierte Kaffee und Kekse und lächelte. Das tat ich, weil es unsere Gesellschaft von mir verlangt. Naja eigentlich verlangt es meine Mutter von mir. Besser gesagt, hatte sie mir dieses pseudo-höfliche Verhalten eingeprügelt. Metaphorisch natürlich. Aber auf das 'Einprügeln' komme ich später noch zurück. Shpresa ist also verlobt. Dieses Miststück, das ihr Höschen schon für eine Pinacolada an der nächsten Bar runterlässt ist verlobt, und das tatsächlich noch vor mir. Es bringt mich zur Weißglut. Spricht da der Neid aus mir? Oder bin ich einfach nur schockiert, dass diese Person, noch vor mir einen Idioten gefunden hat, der ihr einen Ring an den Finger steckt? „Schau nicht so angewidert.“ „Ich schau gar nicht angewidert.“ ich erzwinge ein Lächeln.„Weißt du wer jetzt offiziell eine Freundin hat?“ „ Wer?“ fragt sie mich scheinheilig, als ob sie es nicht schon längst von einer ihrer Quellen gehört hätte. „Er hat sie seinen Eltern vorgestellt.“ sage ich, mehr zu mir selbst, als zu ihr. Und sie, tja sie sieht mich an, als hätte ich gerade meine ganze Familie bei einem Unglück verloren. Eigentlich sollte ich jetzt sagen, dass es mir nichts ausmacht. Schließlich waren es mittlerweile fast vier Jahre, die er mit diesem Mädchen zusammen war. Es war nur eine Frage der Zeit, dass die beiden es offiziell machen. „Hätte nie gedacht, dass er das mit der Deutschen echt so ernst meint.“ versucht sie die Situation erträglicher zu machen. 'Mit der Deutschen' wie sie das schon sagt, aber ich bin ihrer Meinung. In unserer Gesellschaft galt das eigentlich als No-Go. Warum? Weil wir es so gelernt haben, wo wir wieder beim 'Einprügeln' wären. Meine Mutter hatte zwar nie etwas in diese Richtung gesagt, aber ich wusste selbst, dass das von mir erwartet wird. Unsere Eltern haben diese ominöse Fähigkeit uns mit unterschwelligen Botschaften einzutrichtern, wie unser Leben zu laufen hat. Eigentlich genial, wie sie diese Gehirnwäsche betreiben ohne, dass wir davon Wind bekommen. Bei mir hat es auf jeden Fall funktioniert. Ich hatte mich schon lange dazu entschieden einen meines Gleichen zu heiraten. Darf man das in der heutigen Zeit überhaupt sagen? In einer Zeit voller multikulturellem Fortschritt und grenzenloser Toleranz. Wo Vorurteile verpönt, aber am meisten verbreitet sind. Gehört das nun zur Meinungsfreiheit, wenn ich sage, ich kann mir eine Beziehung mit einem Deutschen nicht vorstellen, oder ist das schon Rassismus? Genug philosophiert. Zurück zu den wichtigen Dingen des Lebens. Während die Menschen in meiner Umgebung nach und nach in den Hafen der Ehe schippern, sitze ich am Telefon und frage nach Alter, Lieblingsfarbe und erblichen Krankheiten in der Familie. Gut, das mit den Krankheiten kommt erst beim zweiten Date. Ich habe wirklich schon viele Menschen kennen gelernt, aber mit den Männern scheiterte es bisher noch bevor es wirkliche Ausmaße annehmen konnte. Der eine hatte so viel Stroh im Kopf, damit hätte man ein Fußballstadion abfackeln können. Der nächste fand meine Freundin schöner als mich und wieder ein anderer fragte meinen Vater, ob ich fleißig genug wäre, seiner Familie dabei zu helfen, die Ernte auf ihren Paprikafeldern einzuholen. 'Du bist perfekt.' hatte mal einer gesagt 'die perfekte kleine Schwester' und ich hätte ihm am liebsten sein breites Grinsen aus dem Gesicht geschlagen. Und dann gab es da noch einen, der meinte ich wäre der Typ für eine Nacht. Nachdem ich ihm erklärte, dass ich seine Kronjuwelen abschneiden und seiner Mutter in einer Schachtel zu kommen lassen werde, wenn er versucht mich anzufassen, war mir der Junge mit den Paprikafeldern gar nicht mehr so unsympathisch. Vielleicht ist der noch Single. Ich sollte mich mal wieder bei ihm melden. Ob ich es schlimm finde, dass meine erste große Liebe sich mit einer anderen das Bett teilt? Es bringt mich um den Verstand. Ob ich das zeige? Niemals. „Du solltest es ihm sagen.“ beginnt sie wieder auf mich einzureden. Bevor ich genug Mut zusammen kratzen konnte, um ihm zu gestehen, dass wir in meinem Kopf schon verheiratet sind, ein Haus in der Vorstadt gekauft haben und unser zwölftes Kind erwarten, war er mit ihr zusammen und schien glücklicher als eh und je. Seither hatten wir kein Wort mehr miteinander gewechselt. Ich hatte mich von ihm ferngehalten, wenn man nächtliche Stalk-Attacken mal außer acht lässt. Er hat letzte Woche die Spieler - Position in seiner Fußballmannschaft gewechselt. Ob die Deutsche das weiß? Bestimmt. Schließlich hat er ihr Karten für ein Rihanna Konzert zum Einjährigen gekauft. Da muss sie schon auf dem Laufenden bleiben. Ja ich weiß, das hat etwas Krankes an sich, aber mal Hand aufs Herz, wer tut es nicht? Man will ja schließlich als Erste wissen, wann 'das Fenster wieder offen' ist. In meinem Fall hat sich das Fenster wohl oder übel für immer geschlossen und die einzige Möglichkeit, die ich noch habe, ist mit einem riesigen Stein die Scheibe einzuschlagen. Ich kann mich immer noch nicht genau entscheiden, ob ich traurig oder wütend bin. In ihrem Blick sehe ich schon, was jetzt kommt. Bitte sag's nicht. „Du musst einfach noch etwas warten. Der Richtige kommt bestimmt. Außerdem brauchst du keinen Mann, um glücklich zu sein. Schau dich an! Du studierst und lebst alleine. Du gehst arbeiten und hast dein eigenes Leben.“ Sie hat es doch gesagt. Ich rolle die Augen. Wie ich diesen Vortrag hasse. Wenn ich für jedes Mal, dass ich diese geheuchelten Aufbauversuche gehört habe, einen Euro bekommen würde, wäre ich jetzt Milliardärin. Meint sie das wirklich ernst? Um Himmels Willen, nur weil ich mein eigenes Leben habe muss es doch nicht heißen, dass ich es mir nicht mit jemandem teilen möchte. Und dieses 'Warten auf den Richtigen', wenn das irgendjemand noch mal zu mir sagt, erbreche ich mich in sein Gesicht. An sich, kann ich nicht nachvollziehen, weshalb ich überhaupt noch Single bin. Ich gehöre zu den typischen Schwiegertöchtern. Haushalt und Kochen sind für mich ein Leichtes. Ich wechsle in 0.2 Sekunden von einer Diskussion über die Entwicklung der Finanzkrise von 1929, zu einer Lästertirade mit meiner Schwiegermutter über das Kleid der Cousine vierten Grades, väterlicherseits auf ihrer Hochzeit vor zwei Jahren. Ich bin ehrlich und loyal und im richtigen Licht sehe ich auch ganz passabel aus. Achja und der Zustand meiner Genitalien entspricht unseren kulturellen Bedingungen für das eingehen einer Ehe. Irgendwie bringt dieses viele Nachdenken im Endeffekt nichts. Karma – das alte Luder hat es auf mich abgesehen. Ich bezahle unsere Rechnung, weil meine beste Freundin, welch Ironie, derzeit für ihre Hochzeit nächsten Sommer spart und nehme mir vor mich heute Abend zu betrinken. Bei Beyonces Lied 'Single Ladies', werde ich dem DJ meinen Mittelfinger ins Gesicht strecken.
14.5.14 22:57


Butterfly Kisses <3

From a father to his daughter .... 'For butterfly kisses after bedtime prayer; sticking little white flowers all up in her hair; [..] Oh, with all that he's done wrong, he must have done something right To deserve a hug every morning And butterfly kisses at night.' -Bob Carlisle-
14.5.14 22:52


Let me die on you

"Like the sun after the storm, You light up my heart, and made me feel warm, like the whispering between the leaves, you talk to my soul, with your trembling lips"
14.5.14 22:49


...

Gänsehaut verbreitet sich über meinen Körper. Kälte saß tief in meinen Gliedern. Bei dir ist kein Platz mehr für mich und bei mir ist kein Platz mehr für dich. Die Melodie beginnt und deine Stimme flüstert: "If love is a bird, we don't have wings. If love is an ocean, we're just a stream. If love is the bible, we're lost in sin."
14.5.14 22:45


Love it!

Der rosarota Himmel blickte in voller Pracht auf mich herab, während die Wellen gegen den Steg schwappten. Salziger Wind wehte mir durchs Haar und mir fiel dieser Gedicht ein. "I blew a kiss it missed his face and drifted into outer space It kissed the Sun and made it smile now its been bright for quite a while"
14.5.14 22:37


Für dich

Ich opferte Jahre für dieses Lächeln, das nur mir gehören sollte. Ich bin durch Feuer und über Wasser gelaufen, habe Schlachten bestritten und Kriege geführt, damit du mich ansiehst, als wäre ich die Einzige. Es ging nie um Küsse und Begegnungen, sondern die Vorstellung, die ich von uns hatte. Am Ende stehe ich hier vor den Trümmern und blicke in die Leere, die du hinterlässt, aber irgendwann werde ich darüber lachen, dass ich verliebt war in jemanden, den ich nicht haben konnte.
14.5.14 22:33


Geschrieben

Liebe, Freude, Glück. Geschrieben. Mit Herz und Seele und Gefühl. Glaube, Hoffnung, Vertrauen Geschrieben. Mit Mut und Kraft und Ehrlichkeit. Ideen, Gedanken, Erinnerungen Geschrieben. Mit Verstand und Vernunft und Willen. Angst, Wut, Trauer. Geschrieben. Mit Entäuschung und Verlust und Einsamkeit. Geschrieben, aber nie gesagt.
14.5.14 22:13





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